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Psychoedukation.net - das Internetportal für Patienten, Anhörige und Fachkreise

Frühwarnsymptome

In den Beschreibungen, was Psychoedukation ist und was sie Patienten und Angehörigen bringen kann, wird immer wieder darauf hingewiesen, wie wichig es ist, Krankheitsrückfälle zu verhindern. Da liegt die Frage nahe: Was können Patienten und Angehörige tun, um mögliche Rückfälle zu verhindern?

Patienten können ein feines Gespür dafür entwickeln, ob sich etwas in ihrem Empfinden und Wahrnehmen verändert. Denn wenn ein Krankheitsrückfall droht, kündigt sich dieser oft schon früh an. Diese frühen Warnzeichen sind für jeden einzelnen Patienten typisch, d.h. sie sind bei jedem Rückfall ähnlich, vielleicht sogar gleich.

Der Patient sollte daher aufmerksam werden und überlegen, welche Warnzeichen für ihn typisch sind. Denn wenn diese Warnzeichen bei ihm auftreten und er sie frühzeitig bemerkt, hat er noch die Möglichkeit, rechtzeitig etwas für sich zu unternehmen und den Rückfall zu verhindern. Angehörige können ebenfalls auf diese Warnzeichen achten.

Diese Warnzeichen nennt man Frühwarnsymptome.

Im folgenden ist eine Checkliste zum Herunterladen eingestellt, den das Früherkennungs- und Therapiezentrum Köln (www.fetz.org) in den sog. 'Gedankenwelten' entwickelt hat. Zwar ist diese Checkliste zum frühzeitigen Erkennen von psychischen Störungen entwickelt worden. Sie ist aber auch sehr hilfreich für Patienten, die schon an einer Psychose erkrankt sind und einen Rückfall verhindern wollen.

Die Checkliste soll einem Patienten ermöglichen, seine Beschwerden genauer zu erfassen. Der Patient kreuzt die Fragen entweder mit 'ja' oder mit 'nein'an. Eine einzelne Frage mit 'ja' oder mit 'nein' anzukreuzen bedeutet noch nicht unmittelbar, dass ein Rückfall droht. Die Fragen und Antworten sind nur Gedächtnisstützen, um an sich selbst Veränderungen feststellen zu können.

Und die ausgefüllte Liste kann dem Patienten als Gesprächsgrundlage im nächsten Arztgespräch dienen. Der Arzt kann dadurch einen besseren Eindruck gewinnen, wie es dem Patienten geht. Beide können dann gemeinsam überlegen und entscheiden, welche Behandlung die beste ist.

Checkliste psychischer Veränderungen und Beschwerden

Checkliste zur Erfassung psychischer Veränderungen und Beschwerden.pdf


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Letzte Aktualisierung: 10 Mai 2008